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Rathaus
© Stephan Darm 
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ZentralregosterIm Kopiarbuch Nr. 1 der Ratzeburger Domkirche befinden sich auf den letzten 32 angefügten Pergamentseiten das 1230 aufgezeichnete Ratzeburger Zehntregister (RZ). Das Register verzeichnet über 500 Dörfer im heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg und in Mecklenburg, die dem Ratzeburger Bischof zehntpflichtig waren. Das Zehnt war ein mittelalterliches Steuer- und Abgabenmaß.

 

In der Einleitung wird die rechtliche Basis für die Länder Ratzeburg, Gadebusch und Wittenburg mitgeteilt, während die Regelung für die weiteren Länder des Bistums Ratzeburg an den jeweiligen Stellen ausgeführt wird. Ebenfalls wird in der Einleitung derjenigen gedacht, die als adelige Lokatoren die Ansiedlung der Bauern durchgeführt haben. Das ZR belegt nicht nur die erfolgreiche Christianisierung Ostelbiens, sondern auch die Einführung des deutschen Wirtschafts- und Rechtsbegriffes des Hufens. Das Zehnt benennt die Hufenzahlen in den jeweiligen Dörfern fest – als steuerpflichtige Einheit.

Im ZR wird Hachede (Geesthacht) als Kirchspielort fest. Die Eintragung über das Kirchspiel lautet: „Isti sund redditus episcopales in Sadelbandia. Ubi de quadam pessima consuetudine IV-or tantum modi sigilinis pro decima dantur episcopo de quodlibet manso“. Zentralregister(Zu deutsch: “Dies sind die bischöflichen Einnahmen in der Sadelbande, wo nach einer gewissen üblen Gewohnheit nur 4 Scheffel Weizen statt des Zehnten vor jeder Hufe dem Bischof gegeben wird”.

 

Das Kirchspiel umfasste die Dörfer Hachede, Wiershop, Hamwarde, Hasenthal, Besenhorst, Fahrendorf, Hohenhorn und Worth.

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