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Rathaus
© Stephan Darm 
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Zu den schmerzhaften Folgen des Krieges für zahlreiche Familien in Deutschland war die Frage der „Spätheimkehrer“, d.h. ehemaligen deutschen Soldaten, die in der Sowjetunion als Kriegsgefangene bzw. Zwangsarbeiter nach dem Ende des Krieges behalten wurden.

 

Erst 1955 gelang es Konrad Adenauer in zähen Verhandlungen mit der sowjetischen Führung, diese Frage im Sinne der deutschen Interessen zu klären. Kurz darauf kehrten die letzten Kriegsgefangenen nach Deutschland zurück. Eine Zeitungsüberschrift in Geesthacht aus jener Zeit vermittelt einen Eindruck dieser Situation: „Ein Toter kehrte heim“. In den Städten und Gemeinden in Deutschland bildeten sich nach 1949 Verbände, die das Interesse der vermissten Soldaten vertraten – so auch in Geesthacht.

 

Am 29. Juli 1952 schrieb der „Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen- und Vermißten-Angehörigen Deutschlands e.V., Ortsverband Geesthacht“ an Bürgermeister Carl Bung, dass der Verein beabsichtigte, für die sieben „Kameraden aus Geesthacht“, die noch nicht heimgekehrt waren, eine Mahntafel aufzustellen, „die öffentlich zum Aushang kommen soll, damit die Kameraden nicht in Vergessenheit geraten“. Die Tafel fand ihren Platz im Rathaus.

 

Im darauf folgenden Jahr kam es zu einem weiteren Briefwechsel, der zur Schaffung eines Mahnmals im heutigen Hachedepark am „Tag der Treue“ führte. Der massive Findling, um dem herum kleinere Steine mit Namensschildern der Vermissten aufgestellt wurden, weihte der Verband mit dem Grünhof-Tesperhuder Pastor Beye am 28. Juni 1953 ein. 1995 verlegte die Stadt das Denkmal nach dem Waldfriedhof nahe beim zentralen Mahnmal für die Opfer der Kriege.

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