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18.10.2019

Mobil durch Elektro-Kraft

Die Stadt Geesthacht setzt auf nachhaltige Mobilität – und das nicht nur durch den Ausbau des Radwegenetzes. Auch beim städtischen Fuhrpark wird die Strategie sichtbar. So können alle Stadtangestellten für Dienstfahrten während der Arbeitszeit nicht nur zwei Elektro-Fahrzeuge nutzen, sondern auch zwischen vier Fahrrädern wählen. „Inzwischen sollte jeder etwas Passendes finden“, sagt Jürgen Pflantz, Leiter des Fachdienstes Umwelt, der bei den Rathausmitarbeitern in den vergangenen Jahren ein Umdenken ausgemacht hat. „Viele Kollegen und Kolleginnen kommen inzwischen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das ist ein positiver Trend, den wir beobachten können“, sagt er.

In den abschließbaren Fahrradunterständen am Rathaus warten insgesamt zwei herkömmliche Sieben-Gang-Damenräder, eines davon wurde erst in diesem Jahr gekauft. Ebenfalls neu im Bestand: Das Bambus-Fahrrad „My Boo“, das die Stadt passend zur bundesweiten „Fairen Woche“ im September angeschafft hat. Das Rad entsteht in 80 Stunden Handarbeit, wobei der Bambusrahmen in Ghana gefertigt und das Fahrrad in Kiel endmontiert wird. Das verwendete Bambusrohr wächst in Ghana und wird dort über mehrere Monate getrocknet, ehe es die nötige Härte erreicht hat. Die Rohre werden schließlich durch Hanffasern und Harz miteinander verbunden.

Bereits ein Jahr in Betrieb ist das Lastenfahrrad mit Elektroantrieb. Das E-Bike wird vor allem für längere Fahrten, oder wenn es mehr zu transportieren gibt, gerne genommen – auch von Bürgermeister Olaf Schulze. „Wir haben in Geesthacht ja einige Steigungen. Da ist es gerade im Sommer schon angenehm, mit dem E-Bike unterwegs zu sein. Ich habe es zum Beispiel schon für eine Fahrt an die Mercatorstraße genutzt“, berichtet der Verwaltungschef, der häufig auf dem Fahrrad im Stadtgebiet zu sehen ist. Bis zu 24 Kilogramm verkraftet der Transportkorb auf dem Gepäckträger des E-Bikes. „Wenn man Flyer oder Akten zu einem Termin mitnehmen muss, ist das schon sehr praktisch“, sagt Jürgen Pflantz, der zusammen mit seinen Kollegen vom Fachdienst Umwelt den Verleih der Fahrräder im Rathaus koordiniert.

Um die klimaschonende und gesundheitsfördernde Fortbewegung noch attraktiver zu machen, plant das Rathaus in diesem Jahr noch einige Erleichterungen für Radfahrer. So sollen zusätzliche Fahrradständer und abschließbare Unterstellmöglichkeiten am Markt entstehen. 

Die beiden E-Autos, die seit Mitte Oktober in den Garagen des Rathauses parken, sind bereits die zweite Generation E-Fahrzeuge für Geesthachts Stadtangestellte. Nachdem der zweijährige Leasing-Vertrag für die ersten E-Autos ausgelaufen war, wurde ein neuer abgeschlossen – erneut über zwei Jahre. Pro BMW i3 zahlt die Stadt dank Förderung 270 Euro im Monat.

Genutzt werden die E-Fahrzeuge – so die Erfahrung der vergangenen zwei Jahre – vor allem für Kurzstrecken innerhalb Geesthachts und des Kreises Herzogtum Lauenburg. Obgleich längere Strecken drin wären: Denn voll aufgeladen kommen die neuen BMW laut Hersteller auf eine Reichweite von etwa 300 Kilometer.  „In den ersten zwei Jahren sind wir mit unseren E-Autos etwa 18.000 Kilometer gefahren. Das klingt vielleicht im ersten Moment wenig, aber es geht nur um innerstädtische Strecken und kurze Fahrten innerhalb des Kreises – und dann würde ich sagen, das kann sich sehen lassen“, resümiert Torben Heuer, Leiter des Fachdienstes Zentrale Verwaltung.

Neuen Saft gibt es für E-Fahrzeuge in Geesthacht an 13 öffentlichen Ladepunkten – unter anderem hinter dem Rathaus, nahe der Hamburger Sparkasse, am Grünen Jäger und an der Elbuferstraße in Grünhof-Tesperhude. „Natürlich ist das noch ausbaufähig, aber ich finde es wichtig, dass wir als Stadt in diesem Bereich ein Zeichen setzen und uns auf den Weg machen“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze. „Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, das nicht mit einer Maßnahme abgeschlossen ist, sondern ein Prozess ist.“

 

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