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28.05.2020

»Wir für Geesthacht« - von der Zusammenarbeit der beiden Familienzentren

Seit über fünf Jahren stellt das Land Schleswig-Holstein Fördergelder für die Koordination von Familienzentren zur Verfügung. Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind insgesamt sieben Familienzentren entstanden, zwei davon in Geesthacht. Das städtische Familienzentrum  Regenbogen, mit der Koordinatorin Sandy Hertel und das Evangelische Familien­zentrum mit der Koordinatorin Meike Franck.

Jedes Familienzentrum hat ein eigenes Profil und verschiedene Schwerpunkte, doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten und kooperative Projekte. So wurde z.B. das Spielzimmer in der Flüchtlingsunterkunft Mercatorstraße zusammen eingerichtet und betreut. Es gab Informationsveranstaltungen für Geflüchtete und ihre ehrenamtlichen Betreuer*innen über das Prozedere der Kita- und Schulanmeldung. Weiterhin unterstützen die beiden Zentren die Kinderbeaufsichtigung bei Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe wie auch die Arbeit des Vereins Vergißmeinnicht e.V.

Für dieses Jahr haben die beiden Koordinatorinnen eine noch engere Zusammenarbeit bei diversen Projekten geplant. Der Auftakt ist ein Angebot für alleinerziehende Eltern, welches einmal im Monat, jeweils an einem Samstagvormittag stattfinden soll. Abwechselnd wird in die Einrichtungen am Neuen Krug 31 und an der Bergedorfer Straße 6-8 eingeladen um dort in ungezwungener Atmosphäre Raum für Austausch zu bieten. „Wir möchten diese Zielgruppe, für die es bisher in Geesthacht kein extra zugeschnittenes Angebot gibt, gemeinsam ansprechen. Denn der Bedarf ist absolut da, das wissen wir aus vielen Gesprächen“, sagt Meike Franck.

Vorgesehen ist ein gemeinsames Frühstück von 10 bis 12 Uhr, bei dem sich Alleinerziehende entspannt unterhalten können. Für die Kinder sind Spielmöglichkeiten vorhanden und – wenn gewollt – ist eine pädagogische Fachkraft für die Kinderbetreuung vor Ort. „Da die die Wochentage für viele Eltern, besonders aber für Alleinerziehende, oft sehr stressig sind, haben wir uns mit unserem Alleinerziehenden-Treff ganz bewusst für einen Samstag entschieden. Hier ist dann außerhalb des regulären Kitabetriebes genügend Zeit und Raum für entspanntes Miteinander“, erklärt Sandy Hertel. Bei Bedarf können die Teilnehmenden in geschütztem Raum auch Unterstützung von den beiden Sozialpädagoginnen erhalten. „Wir haben gute Netzwerke und können zum Beispiel Ansprechpartner nennen, die bei verschiedenen Problemen Hilfe anbieten“, sagt Meike Franck.

Das Angebot, das wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant Mitte Mai starten kann, wird voraussichtlich, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, erstmals nach den Sommerferien durchgeführt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. „Zu diesen festen Terminen kann jedes Mal eine neu zusammengesetzte Gruppe entstehen, denn die Gruppe steht jedem offen“, betont Sandy Hertel. Anmeldungen sind somit nicht erforderlich, für die bessere Planung aber wünschenswert. Die Teilnahme ist kostenfrei, ein Spendenschweinchen für die gestellten Brötchen samt Belag wird aufgestellt.

Sandy Hertel und Meike Franck erläutern, dass die Familienzentren aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Infektionen zwar für Besucher geschlossen seien, die Arbeit und Angebot aber dennoch weitergehen – wenn auch auf anderen Wegen. Meike Franck beispielsweise habe wegen der Kontaktbeschränkungen einen Schwerpunkt auf Telefon-, Online- und Videoberatungen gelegt. Sandy Hertel hat das im Familienzentrum bestehende Tauschregal, aus dem sich Familien Spiele, Bücher und andere kleine Freuden herauspicken und im Gegenzug mitgebrachte Schätze für die nächsten Besucher dort hinterlassen können, in einen Tauschwagen verwandelt und stellt diesen täglich vor die Einfahrt zum Familienzentrum Regenbogen. Ergänzend bereiten beide Familienzentren kleine Anleitungen vor, wie Familien die Zeit der Corona-Einschränkungen besser überstehen können. Zudem arbeiten die beiden Frauen an weiteren Konzepten, wie die Familienzentren künftig, trotz der Beschränkungen, Angebote aus ihren verschiedenen Programmen anbieten können. Erreichbar ist Sandy Hertel vom städtischen Familienzentrum unter der Tel: 0151 72210731 und das evangelische Familienzentrum mit der Koordinatorin Meike Franck unter der Tel: 0157 53614500.

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