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07.05.2020

Ein Problem der Sicherheit: Bäume im Stadtgebiet werden gefällt

Der Zustand der Bäume im Stadtgebiet Geesthachts wird regelmäßig von Mitarbeitenden des Fachdienstes Umwelt und Baumpflegern überprüft.

Auf einem der jüngsten Rundgänge standen nun die Birken am Neuen Krug im Fokus. Die 61 größeren Bäume wurden auf ihre Standfestigkeit und auf Schädlinge untersucht. Unter anderem wurde von einem Fachmann des Instituts für Baumpflege mit einem Resistographen die Restwandstärke – also der Grad der Fäule – in Stämmen und Wurzelhälsen gemessen. Das Ergebnis der Überprüfung: Vier Birken müssen zeitnah gefällt werden. Ihre Standfestigkeit ist dauerhaft nicht mehr gegeben. Voraussichtlich Mitte Mai werden die Arbeiten von einer Geesthachter Fachfirma übernommen. Autofahrende müssen mit kurzfristigen Verkehrsbehinderungen rechnen.

„Gerade die Birken im Neuen Krug werden engmaschig und in relativ kurzen Intervallen kontrolliert, weil es sich hier um einen belebten Schulweg handelt. In wenigen Jahren hatten wir hier bereits drei Fällungen. Darüber wurde auch im Ausschuss für Umwelt und Energie informiert“, ordnet Franko Stein vom Fachdienst Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung ein. Wetter und Standort hätten den Birken am Neuen Krug in den vergangenen Jahren besonders zu schaffen gemacht: „Birken sind Flachwurzler und darum besonders anfällig für Trockenheit. Sie haben darum besonders unter den trockenen Sommern gelitten. Verschärft wird die Situation, wenn die Bäume in eng bebauten Bereichen stehen, wie es am Neuen Krug teilweise der Fall ist“, erklärt Franko Stein.

Bei den Birken, die im Mai gefällt werden, handelt es sich um Sandbirken (Betula pendula). Drei von ihnen wurden etwa 1984 gepflanzt und haben einen Stammumfang zwischen 80 und 87 Zentimetern. Die vierte Birke ist etwa 50 Jahre alt und hat einen Stammumfang von 138 Zentimetern. „Wenn möglich werden Ersatzbäume gepflanzt. Dies ist aber abhängig von Genehmigungen von Versorgern, deren Gas- und Abwasserleitungen unter den Bäumen verlaufen“, erklärt Franko Stein. Nachgepflanzt würden keine Birken, sondern Sorten, die mit Auswirkungen des Klimawandels besser zurechtkommen.

Eine Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde ist für die Fällungen nicht erforderlich. Weil „Gefahr im Verzug“ ist, reicht die Erlaubnis des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit des Geesthachter Rathauses aus.

Auch im Stadtteil Grünhof-Tesperhude muss kurzfristig eine Fachfirma anrücken: Schädlinge haben eine Kanadische Pappel (Populus canadensis) an der Elbuferstraße in den vergangenen Jahren förmlich ausgehöhlt. Die fehlende Restwandstärke macht eine kurzfristige Fällung unumgänglich. Der etwa um 1950 gepflanzte Baum, der in der Mitte einer Dreier-Baumreihe direkt an der Straße, nahe eines Fußweges und hoch frequentierten Parkplatzes steht, soll darum in der zweiten Maihälfte gefällt werden. Im Baumgutachten, das eine sofortige Fällung nahelegt, wird betont, dass die Pappel „durch die Baumuntersuchungen und die baumpflegerischen Maßnahmen mehr als 15 Jahre am Standort gehalten werden konnte“.

Die Pappeln links und rechts davon haben starkes Totholz und werden nun entsprechend geschnitten. Ihre Fällung war zunächst für Oktober bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt worden, da durch den fehlenden Schutz von der mittleren Pappel bei ihnen mit verstärkten Abbrüchen von Starkästen zu rechnen ist. Nach erneuter Begutachtung durch einen Baumpfleger muss die Fällung nun aber vorgezogen werden. Denn: Das Risiko sei zu groß, dass es an den beiden Pappeln bei einem trockenen Sommer und Winböenzu starkem Grünastabrüchen kommen kann. Ebenfalls in der dritten Maiwoche sollen die beiden Pappeln gefällt werden. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt.

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