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© Stephan Darm 
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12.01.2020

Hunderte kommen zum Neujahrsempfang

„Ich finde, in unserer Stadt lebt es sich gut. Noch besser ließe es sich leben, wenn wir nicht auf die wenigen Aktiven in den Vereinen, Verbänden, bei den Feuerwehren, Beiräten und Parteien schielen, die die Arbeit häufig schon seit Jahrzehnten machen. Ich bin sicher, jeder von Ihnen hat Fähigkeiten, sich auch einzubringen. Egal wo. Sie werden gebraucht“, rief Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer am Sonntag in den gut gefüllten Ratssaal hinein. Etwa 300 Einwohnerinnen und Einwohner Geesthachts sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine, Verbände und Institutionen waren am 12. Januar der Einladung gefolgt und traditionell am zweiten Sonntag des Jahres zum Neujahrsempfang in das Geesthachter Rathaus gekommen.

Wie in den vergangenen Jahren zog sich die lange Schlange der vielen Gäste schon eine halbe Stunde vor Beginn des Empfangs durch die erste Etage des Rathauses in den Eingang des Ratssaals hinein, wo Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer gemeinsam mit seiner Ehefrau Noemi und Bürgermeister Olaf Schulze jeden Gast mit Handschlag und Neujahrswunsch im Rathaus begrüßte. Bei einem Glas Sekt oder Orangensaft tauschten sich die Besucher im Festsaal aus, ehe der Neujahrsempfang mit Musik offiziell begann. Diesen Unterhaltungspart übernimmt jedes Jahr ein anderer Verein oder eine Institution aus Geesthacht – dieses Mal die Geesthachter Liedertafel von 1862. Und deren Sänger hatten gemeinsam mit Chorleiterin Christina Koller nicht nur bekannte Lieder zum Mitsingen und Mitschunkeln vorbereitet. Sie überraschten das Publikum mit einem extra für den Neujahrsempfang getexteten Song über Geesthacht als Wohn- und vor allem Wissenschaftsstandort. So besangen die Musiker das geplante neue Forschungsinstitut, in dem Wissenschaftler künftig unter anderem die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger untersuchen und neue Technologien vorantreiben sollen.

Bürgervorsteher Samuel Walter Bauer ließ dann in der Neujahrsansprache, die er alle zwei Jahre im Wechsel mit Bürgermeister Olaf Schulze hält, zunächst das Jahr 2019 Revue passieren, ehe er den Blick in die Zukunft richtete. So würden spätestens 2020/2021 die ersten Firmen im neuen Gewerbegebiet im Anschluss an den Mercatorring angesiedelt sein. Das Wachstum der Stadt werfe also seine Schatten voraus. „In der Hafencity gestalten sich die Bauarbeiten derart, dass man nicht nur eine Vorstellung davon erhalten kann, wie es künftig dort aussehen wird. Nach langen Jahren der Planung, Planungsanpassungen und Umplanungen geht es doch mit großen Schritten voran“, sagte Samuel Walter Bauer. Der B-Plan für das Gebiet um den alten Bauhof werde in 2020 sehr wahrscheinlich Rechtskraft erlangen, so Bauer. Zudem gingen unter anderem die Bauvorhaben an der Mühlenstraße und auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Zillmann voran.

Dringender Handlungsbedarf bestehe im Bereich Kinderbetreuung. So würden laut dem Bürgervorsteher derzeit etwa 200 Kita-Plätze fehlen.

Die Bereiche Schule und Sport sollen 2020 wie im Vorjahr weiterhin gut gefördert werden, sagte Samuel Walter Bauer: „Der Erweiterungsbau an der BvS liegt trotz widriger Rahmenbedingungen weitestgehend im Plan und wir werden am 21.1.2020 dort das Richtfest feiern. Bereits im Jahr 2020 wir dort der erste Abiturjahrgang die Schule verlassen können.“

Für 2020 kündigte der Bürgervorsteher mehrere Festtage und Projekte an. So feiert die Schützengesellschaft Geesthacht beispielsweise dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Zudem soll Geesthacht ein vom Bund gefördertes Forschungszentrum erhalten, dessen Bau bereits 2020 beginnen soll. „Das Geesthacht als Standort für ein neues Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewählt wurde, erfüllt uns alle mit Stolz. Die Aufgabe des Instituts wird sein, sich mit der Erforschung von klimaneutralen Schiffsantrieben zu beschäftigen“, sagte Samuel Walter Bauer. Ein weiteres Projekt, das er mit Spannung verfolge: Die mögliche Reaktivierung der Bahntrasse zwischen Geesthacht und Bergedorf. Bauer: „Zur angekündigten Vorstellung des Gutachtens Ende März/Anfang April kündige ich schon jetzt einmal an, dass wir dies im Rahmen einer Einwohnerversammlung durchführen werden.“

Zum Schluss dankte der Bürgervorsteher allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich 2019 in der Elbestadt engagierten. „Ich wünsche mir, dass sie 2020 mit dem gleichen Elan starten und in ihren Aktivitäten nicht nachlassen. Mit ihrem Engagement bleibt Geesthacht was es ist: „Eine Liebens- und Lebenswerte Stadt an der Elbe.“ Zudem dankte er der Bäckerei Zimmer, die die Gäste des Empfangs „wie schon seit vielen Jahren mit den Neujahrsbrezeln verwöhnt“ habe, der Firma Nordmann Quandt, die die Getränke gespendet habe, sowie allen Helferinnen und Helfer, die diesen Empfang erst möglich machten. Bauer: „Insbesondere nenne ich hier Frau Bölter mit ihren Unterstützern, sowie Frau Bertram für die Organisation und den Mitarbeitern des Bauhofes für die Herrichtung des Ratssaales.“

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