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21.12.2019

"Hochwasserhaus": Politik stellt 200.000 Euro bereit

Die Stadtpolitik Geesthachts stellt sich hinter die Idee eines neuen Informations- und Erlebniszentrums zum Thema „Klimafolgen Flusslandschaft untere Elbe“ in Geesthacht. Mehrheitlich hat die Ratsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung einem Antrag des Wirtschaftsbeirates zugestimmt. Darin wird die Bereitstellung von 200.000 Euro im städtischen Haushalt 2020 für weitere Vorbereitungsmaßnahmen gefordert. Mit dem Geld sollen erste Schritte der Vermarktung des Projektes gegangen werden, um dessen Realisierungschancen zu erhöhen beziehungsweise diese noch besser einschätzen zu können. Eine Entscheidung, ob das Projekt realisiert wird, ist durch diesen Ratsversammlungsbeschluss aber noch nicht getroffen worden.

Grundlage für das weitere Vorgehen sind zwei Studien (Machbarkeitsstudie und Umsetzungsstudie) inklusive Businessplan.  Nun gehe es darum, so der Wirtschaftsbeirat, weitere Kooperations- und Finanzierungspartner zu finden. Durch diese würde das finanzielle Risiko der Stadt Geesthacht bei Umsetzung des Projektes reduziert. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) und das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben bereits in schriftlichen Willenserklärungen – so genannte Letter of Intent – bekundet, dass sie an Kooperationen interessiert wären.

Die Umsetzungsstudie geht von einem Gebäude aus, das auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern Platz für eine Dauerausstellung bieten würde. 250 Quadratmeter davon sollen für eine inklusive Ausstellung reserviert werden, die die Inhalte für geistig Behinderte und Menschen mit Lernschwierigkeiten aufbereitet. Zusätzliche 150 Quadratmeter veranschlagen die Planer für wechselnde Präsentationen und Sonderausstellungen, etwa 3800 Quadratmeter für einen Außenbereich.

Inhaltlich sollte sich das Informations- und Erlebniszentrum nicht ausschließlich mit den Themen Klimawandel, Extremwetterereignisse und Klimaschutz beschäftigen, was zu Beginn der Überlegungen angedacht war und zum Arbeitstitel „Hochwasserhaus“ geführt hatte. Als Kernthema ist in der Studie „Wasser“ benannt. Dieses soll in drei Kontexten aufbereitet werden: Wasser als Element, Wasser in der Natur sowie Wasser und Mensch.

Laut der Studie könnte Geesthacht mit etwa 100.000 Besuchern pro Jahr durch das Erlebniszentrum, das an der Elbuferstraße östlich des Freizeitbades entstehen könnte, rechnen. Insgesamt rechnen die Studienmacher mit Kosten in Höhe von 19,3 Millionen Euro. Rund 10.2 Millionen Euro davon kalkulieren sie für den Gebäudebau, etwa 4,65 Millionen Euro für das Grundstück. Die Kosten für die konzeptionelle Planung sowie künstlerisch-kreative Gestaltung der Ausstellung werden mit 3 Millionen Euro kalkuliert. Das jährliche Defizit, das die Stadt ausgleichen müsste, berechnen die Studienmacher – noch ohne Einbeziehung eines Engagements von HZG, IGB und weitern Kooperationspartnern – mit 600.000 Euro.

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