Soziale Berufe bei der Stadt Geesthacht
Soziale Berufe sind das Herzstück einer lebenswerten Stadt. Bei der Stadt Geesthacht engagieren sich zahlreiche Fachkräfte täglich für das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger – mit Empathie, Fachwissen und viel persönlichem Einsatz.
Ob in unseren Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen oder Schulen: Soziale Berufe bieten die Chance, Menschen in verschiedenen Lebensphasen zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen. Hier stehen der Mensch und seine individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt.
Erfahren Sie mehr über die vielfältigen sozialen Berufe bei uns.
Fachbereich Bürgerservice
Fachdienst Soziales
Integrierte Fachstelle für Wohnungshilfen
Sie sind die Menschen, die mit viel Herz und großem Engagement hinter der Wohnungshilfe der Stadt Geesthacht stehen!
Unsere Integrierte Fachstelle für Wohnungshilfen (IFS) besteht aus engagierten Kolleginnen und Kollegen, die täglich ihr Bestes geben, um Menschen in Notlagen schnell und professionell zu helfen. Obdachlosigkeit kann jeden unerwartet treffen – und genau dann sind unsere Mitarbeitenden sofort zur Stelle!
Das Team der Wohnungshilfe organisiert kurzfristige Unterkünfte und unterstützt tatkräftig dabei, Obdachlosigkeit zu vermeiden oder zu beseitigen. Sie sorgen dafür, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben – hierfür mietet die Stadt sogar Wohnungen an. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und begrenzter finanzieller Kapazitäten sind diese Aufgaben oft echte Herausforderungen.
Doch das ist längst nicht alles: Pädagogische Fachkräfte, Verwaltungskräfte und ein Hausmeister helfen mit Herz und Fachwissen. Sie unterstützen beim Beantragen von Kautionsdarlehen, beraten rund um die Themen Wohnen, Sauberkeit und Heizen und helfen bei der Kommunikation mit Behörden. Gemeinsam arbeitet das Team Hand in Hand daran, dass Menschen wieder in ein eigenständiges Wohnen zurückfinden.
Natürlich ist eine Notunterkunft immer nur eine vorübergehende Lösung – deswegen setzt sich das Team der Wohnungshilfe auch dafür ein, Menschen aktiv dabei zu unterstützen, eine dauerhafte Wohnung zu finden.
Fachbereich Bildung, Familie, Sport und Kultur
Fachdienst Jugend, Sport und Kultur
Kinder- und Jugendarbeit: Was machen Sozialpädagoginnen und -pädagogen
Die Kinder- und Jugendarbeit spielt eine wesentliche Rolle in der sozialen Entwicklung junger Menschen. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen gestalten diesen Alltag durch vielfältige Arbeitsinhalte, die sowohl strukturiert als auch flexibel gestaltet sind, planen und organisieren Freizeitaktivitäten, bieten Hilfestellungen bei besonderen Herausforderungen und fördern soziale Kompetenzen.
Arbeitsinhalte:
- Gruppenangebote: Durchführung von Workshops, Sport- und Spielangeboten, kreativen Projekten oder Ausflügen
- Einzelgespräche: Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in persönlichen Angelegenheiten
- Elternarbeit: Zusammenarbeit mit Eltern zur Stärkung der Erziehungskompetenz und Schaffung eines unterstützenden Umfeldes
- Netzwerkarbeit: Kooperation mit Schulen, Jugendämtern Streetwork und anderen Einrichtungen, um ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk für die Jugendlichen zu schaffen.
Der Fokus liegt in der Kinder- und Jugendarbeit stark auf der individuellen Förderung und dem sozialen Lernen. Hier geht es darum, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen, unabhängig von finanziellen Aspekten.
Schwerpunkte:
- Prävention: Frühzeitige Identifikation und Unterstützung von Problemlagen, um langfristige negative Entwicklungen zu vermeiden.
- Inklusion: Gewährleistung von Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von sozialen, kulturellen oder physischen Voraussetzungen.
- Partizipation: Förderung der Mitbestimmung der Jugendlichen in Entscheidungsprozessen, um deren Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl zu stärken.
Herausforderungen:
- Aggressionen im öffentlichen Raum
- Wohnungsmangel für Minderjährige
- Schulabbrüche und Bildungsdefizite
- Psychische Belastungen und unverarbeitete Traumata
- Zunehmende Unzuverlässigkeit
Trotz der Herausforderungen gibt es unzählige bereichernde Momente in der Kinder- und Jugendarbeit. Dies sind Erfolgsgeschichten: Wenn ein Kind nach intensiver Unterstützung seine Schwierigkeiten überwindet oder einen Freundeskreis findet. Aber auch kreative Projekte zählen zu den schönen Momenten: Das gemeinsame Erleben in und außerhalb der pädagogischen Räume sowie die Dankbarkeit und ehrliche Worte von Jugendlichen, die die Unterstützung und Zeit wertschätzen, die ihnen geschenkt wurden.
Die Kinder- und Jugendarbeit ist nicht nur ein Beruf, sondern eine erfüllende Aufgabe, die das Leben vieler junger Menschen nachhaltig prägen kann.
Kommunale Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung
Kinder und Jugendliche haben das Recht, ihre Stadt mitzugestalten – und genau hier setzt die Arbeit der Kommunalen Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in Geesthacht an. Die Fachstelle bildet die Schnittstelle zwischen junger Generation, Verwaltung und Politik. Ziel ist es, jungen Menschen echte Mitbestimmung zu ermöglichen und ihre Perspektiven nachhaltig in Entscheidungsprozesse einzubinden.
Jeder Tag ist anders – und genau das macht die Arbeit so spannend: Die/Der Mitarbeitende der Fachstelle ist sowohl strategisch als auch praktisch unterwegs: Sie/Er entwickelt Konzepte, organisiert Beteiligungsprojekte – etwa zur Gestaltung von Spielplätzen oder zur Planung eines Kinder- und Jugendbeirats – und ist gleichzeitig regelmäßig vor Ort, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es um ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen für ein jugendgerechtes Geesthacht.
Neben der Arbeit mit jungen Menschen steht auch der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks im Mittelpunkt: Im Austausch mit Schulen, Schulsozialarbeit, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Vereinen entstehen Kooperationen, die Beteiligung ermöglichen und fördern. Auch außerhalb von Geesthacht ist die Fachstelle aktiv, um sich weiterzubilden und sich mit anderen Kommunen zu vernetzen.
Die Besonderheit dieser Arbeit liegt in ihrer gesellschaftlichen Relevanz: Anders als in der freien Wirtschaft geht es nicht um Gewinnzahlen – sondern um demokratische Teilhabe, Mitgestaltung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Fachstelle wirkt an Prozessen mit, die direkt Einfluss auf das Leben junger Menschen haben. Als Teil der Stadtverwaltung ist sie zudem nah dran an politischen Entscheidungsprozessen – ein großer Vorteil, um Kinder- und Jugendbeteiligung strukturell zu verankern und langfristig zu stärken.
Ein zentrales Anliegen ist es, feste Beteiligungsstrukturen zu schaffen: Kinder und Jugendliche sollen dauerhaft die Möglichkeit haben, ihre Stimme in allen sie betreffenden Angelegenheiten einzubringen. Darüber hinaus werden sie unterstützt, eigene Projekte zu verwirklichen und sich aktiv an Planungsprozessen – etwa zur Stadtentwicklung oder Verkehrsplanung – zu beteiligen. Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendhäusern und weiteren Akteurinnen und Akteuren runden das Aufgabenspektrum ab.
Die größte Herausforderung besteht darin, Kinder- und Jugendbeteiligung nicht als Zusatzaufgabe zu verstehen, sondern als festen Bestandteil von Verwaltung und Politik zu etablieren. Beteiligung muss ernst genommen werden – das heißt: jugendgerecht, niedrigschwellig und wirksam gestaltet sein. Als neue Stelle braucht es zudem Zeit, um Bekanntheit, Vertrauen und stabile Netzwerke aufzubauen.
Es sind die Momente, in denen junge Menschen erleben: Meine Meinung zählt. Wenn eine Idee tatsächlich umgesetzt wird oder Jugendliche Verantwortung übernehmen und eigene Projekte gestalten, wird Beteiligung erlebbar. Diese Erfahrungen, das direkte Feedback und die sichtbaren Erfolge machen den Kern und den besonderen Wert der Arbeit aus.
Schulsozialarbeit - Was steckt dahinter
Einander zuhören, Probleme benennen ohne zu urteilen, Empathie entwickeln und zeigen – das sind Themen, die die Schulsozialarbeit anpackt. Diese wichtige Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen abseits des Unterrichts hat in Geesthacht seit Jahren einen hohen Stellenwert. Die Stadtpolitik gibt für diese Aufgabe, die keine Pflichtaufgabe der Kommunen ist, Geld im Bereich der freiwilligen Leistungen aus – und baut das Angebot seit Jahren aus.
Der Bedarf für Zeit und Gespräche abseits des Unterrichts ist an allen Schulen absolut da.
Der Beruf bringt sehr viele Herausforderungen mit sich. Zum Beispiel werden die Kinder im Bereich Empathie geschult. Viele Kinder wissen nicht mehr, wie sie mit Konflikten umgehen können und dass es dazu gehört, um eine Situation gut einschätzen zu können, sich in andere hineinzuversetzen. Mit den Kindern wird zum Beispiel geübt, Ich-Botschaften zu formulieren: Was hat mich verletzt? Wie spreche ich Probleme an, ohne die Schuld dafür anderen zuzuweisen?“
Die Schulsozialarbeitenden begleiten die Schülerinnen und Schüler bei Klassenkonferenzen und tauschen sich regelmäßig mit der Lehrerschaft über aktuelle Themen aus. Zudem können Schülerinnen und Schüler sich mit persönlichen Problemen an das Team der Schulsozialarbeit wenden – die Schulsozialarbeitenden sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ein Thema, mit dem die Kinder und Jugendlichen sich immer wieder an die Schulsozialarbeit wenden, ist Mobbing. Wie sie sich in solchen Fällen verhalten oder wie Mobbing-Situationen möglichst verhindert werden können, ist auch Thema von Trainings, die für die Schülerinnen und Schüler organisiert werden.
Als Vorreiter im Kreis startete man bereits 2007 mit dem Modellprojekt „Schulsozialarbeit an den Geesthachter Schulen“. Damals startete man mit zwei Schulsozialpädagogen. Aktuell besteht das Team der Schulsozialarbeit aus zwölf Mitarbeitenden.
Fachdienst Schule
Schulkindbetreuung: Was passiert eigentlich nach dem Unterricht
Schulkindbetreuung: Was passiert eigentlich nach dem Unterricht? Wer sorgt dafür, dass Kinder gut betreut und gefördert sind? Darum kümmern sich unsere Teams in der Schulkindbetreuung an vier Grundschulen und zwei weiterführenden Schulen in Geesthacht. Mit Herz, Geduld und Kreativität schaffen sie jeden Tag einen Ort, an dem Kinder nicht nur lernen, sondern auch lachen, spielen und wachsen können.
In der Betreuung wird nicht nur Zeit überbrückt – hier wird gestaltet, gefördert und unterstützt. Nach dem Unterricht starten die Kinder in den Ganztag, essen gemeinsam in der Mensa, erledigen Hausaufgaben und können anschließend zwischen verschiedenen Kursen und Angeboten wählen: Ob Sport, Kunst, Musik oder Entspannung – hier findet jedes Kind seinen Platz. Stolz sind wir auf die Entwicklung der Kinder: Wenn ein schüchternes Kind plötzlich bei einem Theaterauftritt aufblüht oder freiwillig länger bleibt, weil der Karaoke-Nachmittag so viel Spaß macht – das sind Momente, die uns zeigen, wie wertvoll diese Arbeit ist. Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, trotz begrenzter räumlicher und personeller Ressourcen, erfordert viel Flexibilität. Aber genau das macht die Arbeit so wichtig und erfüllend.