Hilfsnavigation
Rathaus
© Stephan Darm 
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt
 

 


 
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z Alle


Diskussionsbeitrag zu diesem Artikel

 

  St. Salvatoris Kirche


Die St. Salvatoris-Kirche auf einer Ansichtskarte um 1900Die St. Salvatoris Kirche liegt im ältesten Teil Geesthachts. Der heutige Fachwerkbau wurde 1685 errichtet, nachdem die beiden vorherigen Kirchen der Zerstörungskraft der Elbe hatten weichen müssen.

 

Das Kirchspiel Geesthacht ist bereits 1230 urkundlich erwähnt. Der erste Kirchenbau befand sich an einem Ort, wo heute die Elbe fließt. Der Überlieferung nach wurde die Kirche durch eine verheerende Sturmflut im Dezember 1248 zerstört. Die zweite Geesthachter Kirche musste im Winter 1683 aufgegeben werden. Die Eisschollen der Elbe stießen so stark gegen das Ufer, dass auf der Südseite des Kirchhofs Gräber zerstört wurden und Leichen in den Fluss trieben. Nachdem die Geesthachter Gestühl, Kanzel, Altar, Taufstein und Epitaphen gerettet hatten, brachen sie ihre Kirche ab. Auch die Glocken und die Kirchenuhr konnten noch rechtzeitig geborgen werden.

 

Für den Neubau wurde ein Platz fern vom Ufer ausgewählt, eine Anhöhe mit alten Eichen und schöner Aussicht über den Ort. Der Wiederaufbau begann im Frühjahr 1685. Da die Errichtung eines Massivbaus zu teuer war, entstand unter der Leitung des Zimmermeisters Peter Sievers aus Hamburg ein Fachwerkbau mit den alten Ziegelsteinen der Vorgängerkirche. Am 13. November 1685 weihte Pastor Simon die neue Kirche feierlich ein.

 

Der hölzerne Glockenturm wurde in den Jahren zwischen 1686 und 1691 erbaut. Drei Glocken sind in ihm montiert, die Bronzeglocken stammen aus den Jahren 1261 und 1959. Der Kanzelaltar, die Buntglasfenster und Grabplatten stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

 

Die Emporen wurden um 1840 errichtet, als im Kirchenschiff der Platz für die ständig wachsende Bevölkerung knapp wurde. Die erste Orgel erhielt die St. Salvatoris Kirche im Jahr 1843. Diese wurde 1911 durch eine zweite und diese wiederum durch die jetzige Orgel ersetzt.

 

Umfassende Erneuerungen fanden 1898, 1956 und 1980 statt.

Während die Stadt Geesthacht 1937 in den Kreis Herzogtum Lauenburg umgemeindet wurde, gehört die Kirche nach wie vor zum Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg.



 

Erstellt am: 06.06.06 / Aktualisiert am: 12.01.07
Autor: Dr. William Boehart,
Weblinks: http://www.sanktsalvatoris.de


Zum Seitenanfang (nach oben)