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21.11.2018

Boßeln - der Freundschaft wegen

Gelb und Rot waren sie: Zwei gemischte Gruppen, zwei Kugeln, zwei Wurfzähler.

Am Sonntag, den 18. November 2018 trafen wir sie endlich wieder, unsere engagierten Gasteltern des Elbfestes 2018. Nach dem Motto „Freundschaften muss man pflegen“ hat das Komitee für internationale Begegnungen alle Gastfamilien aus dem vergangenen September eingeladen. Wir wollten die vier Tage während des Elbfestes noch einmal Revue passieren lassen, einen Ausblick auf 2019 geben, die neu entstandenen Freundschaften pflegen, aber vor allem wollten wir Danke sagen. Danke für ein ehrenamtliches Engagement. Danke für die Hilfsbereitschaft, Danke für die liebevolle Unterbringung unserer Gäste aus den Partnerstädten Kuldiga und Plaisir. Eine Danke auch an die Gasteltern, die leider beim Boßeln nicht mit dabei sein konnten:

                                  „Danke“

In Friesland ist Boßeln populärer als Fußball. Eine Aussage, die kaum vorstellbar ist, doch nach diesen zwei Stunden am vergangenen Wochenende kann ich zumindest sagen: Es macht Spaß und könnte tatschlich als Sportart betrieben werden, denn eine „ruhige Kugel schieben“ sieht anders aus! Bei eisiger Kälte wurde uns schnell klar, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist, denn die Boßelkugel rollte und rollte - wenn sie einmal in Schwung geriet.

Sie rollte vor allem beim Team Gelb: nämlich mal links, mal rechts in die Gräben. In den Kurven lief sie wunderbar geradeaus oder blieb noch vor der Kurve in den Hecken stecken. Mal wurde sie voller Kraft geworfen, mal wurde sie zärtlich angeschoben. Selten erreichte sie das anvisierte Ziel. Auch die Wurfzählerin vom Team Gelb schien heiß zu laufen. Das Team Rot schaffte schwierige Kurven mühelos, boßelte stets auf einer Strecke auf dem Asphalt und nicht im Gras und erreichte damit weniger Clicks auf dem Wurfzähler. Es wurde augenzwinkernd von „Boßelkugelmanipulation“ seitens des Teams Rot gesprochen. Doch das Team Gelb gab bis zu Letzt nicht auf, versuchte sich mit aller Kraft immer wieder an die rote Kugel heran zu boßeln. Am Ende siegte jedoch das erfolgreichere Team Rot um Längen.

Es gab an diesem Tag keinen Pokal, keine Siegerurkunde zu gewinnen. Gewonnen haben wir alle etwas viel Wichtigeres: Freundschaften. Und wie ein japanisches Sprichwort so passend lautet: Kein Weg ist lang mit einem Freund an der Seite.

Städtepartnerschaft ist nur so gut wie die Gastfamilien, die jedes Jahr wieder bereit sind, unsere Freunde aus den Partnerstädten Hoogezand-Sappemeer, Kuldiga und Plaisir aufzunehmen. Wir hoffen, dass das Interesse an der Städtepartnerschaft in Geesthacht weiter wächst und wir in Zukunft auch wieder engagierte Gastfamilien finden. Dass wir es schaffen, Freundschaften über Grenzen hinweg zu pflegen und den Gedanken an ein gemeinsames Europa zu festigen.

Kerstin Reinhardt

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