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Schiedsamt

Kurzbeschreibung

 

Zwei Nachbarn streiten sich. Der Ast eines Baumes wächst über die gemeinsame Grundstücksgrenze. Der Streit eskaliert. Die Nachbarn beleidigen und bedrohen sich. Die Polizei wird gerufen. Alltägliche Beispiele. Viele Zivilstreitigkeiten und geringfügige Straftaten können über die Schiedsleute gelöst werden. Der Gang zum Schiedsamt ist in vielen Fällen eine Alternative zur Strafanzeige. Wird bei Beleidigung, Hausfriedensbruch oder Nachbarschaftsstreit sofort die Polizei informiert, hat das automatisch eine Anzeige zur Folge.

Beim Schiedsamt wird es den gegnerischen Parteien ermöglicht, einen Streit ohne Polizei, Justiz und Anwälte zu schlichten. Das übernehmen die geschulten Schiedsfrauen und -männer. Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und unparteiisch. Auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten, an Wochenenden und Feiertagen ist ein Schiedsgericht erreichbar.

Für eine Schlichtungsverhandlung kommen Straftaten wie Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch in Frage. Mögliche Zivilstreitigkeiten sind Konflikte unter Nachbarn, Verletzungen der persönlichen Ehre und sonstige Fälle, bei denen es um Ansprüche bis zu einem Wert von 600 Euro geht.

Verläuft ein Sühneversuch bei einem Schiedsamt nicht erfolgreich, erhalten die Beteiligten darüber eine amtliche Bescheinigung, die eine Klage vor Gericht ermöglicht. Sollte die Staatsanwaltschaft, sofern sie über den Sachverhalt informiert ist, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bejahen, wird die Tat durch den Staat verfolgt.

 Durch die Tätigkeit der Schiedspersonen soll

  • eine Entlastung der Gerichte erreicht werden;
  • der Frieden im nachbarschaftlichen Umfeld gepflegt und die Notwendigkeit der Toleranz deutlich werden;
  • das Bewusstsein für die Eigenverantwortung und gesellschaftliche Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden;
  • eine Eintragung in das Strafregister für sogenannte "Bagatellfälle" vermieden werden;
  • ein Beitrag zur Entkriminalisierung der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden.

Schiedsamtsbezirke

Die Stadt Geesthacht ist in 2 Schiedsamtsbezirke eingeteilt. Die Bereiche Grünhof-Tesperhude, Krümmel, Oberstadt und der Bereich östlich des Geesthachter Rathauses sind dem Schiedsamtsbezirk 1, die anderen Bereiche dem Schiedsamtsbezirk 2 zugeordnet. 

Schiedsmann für den Schiedsbezirk 1 ist derzeit Herr Jens Wrage und Schiedsmann für den Bezirk 2, Herr Michael Backs. Im Verhinderungsfall vertreten sich die beiden Schiedsleute gegenseitig.

Weitere Informationen

Schlichten statt RichtenDer Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. (BDS) informiert im Internet über die Aufgaben der gemeindlichen Schiedsämter und Schiedsstellen. Hier können Sie Wissenswertes über die Tätigkeit Ihrer Schiedsfrauen und -männer erfahren.

Rechtliche Grundlagen

Rechtliche Grundlage für die Einrichtung der Schiedsämter, die Wahl der Schiedspersonen, die Zuständigkeiten und das Schlichtungverfahren ist die Schiedsordnung für das Land Schleswig-Holstein (SchO).

Zuständig

Stadt Geesthacht (Rathaus)
Markt 15
21502 Geesthacht
Telefon: +49 4152 130
Fax: +49 4152 13396
E-Mail oder Kontaktformular

Kontakt

Nele Klaper
Fachdienst Zentrale Verwaltung
Markt 15
21500 Geesthacht
Telefon: +49 4152 13-286
Fax: +49 4152 13-452
E-Mail oder Kontaktformular
Jens Wrage
Schiedsmann
Schiedsamtsbezirk 1
An der Promenade 7
21502 Geesthacht
Telefon: +49 4152 72114
Michael Backs
Schiedsmann
Schiedsamtsbezirk 2
Dösselbuschberg 37c
21502 Geesthacht
Telefon: 04152/ 2307
Fax: 04152/ 805321
E-Mail oder Kontaktformular
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