Hilfsnavigation
Rathaus
© Stephan Darm 
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt

Blindgänger in der Elbestadt entschärft

Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter,

wir haben unruhige Tage hinter uns:

In Geesthacht wurde vergangene Woche ein Blindgänger entschärft. Menschen mussten dafür über mehrere Stunden ihre Wohnungen und ihren Arbeitsplatz verlassen, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mussten Einschränkungen in Kauf nehmen. Zudem steht uns ein weiterer Lockdown bevor, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Weil die Infektionszahlen weiterhin steigen, müssen wir erneut das öffentliche Leben herunterfahren und unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken.

Beide Themen scheinen wenig gemein zu haben – was hat eine Fliegerbombe in der Geesthachter Hafencity mit einem Lockdown zu tun? Vieles! In beiden Fällen ist es notwendig, dass Menschen nicht nur an sich, sondern vor allem an andere denken, damit ein Ziel erreicht werden kann. Und das große Ziel in beiden Fällen: Wir wollen alle gesund aus der Situation herausgehen.

Die Bombenentschärfer vom Kampfmittelräumdienst haben am 9. Dezember an der Steinstraße einen großartigen Job gemacht. Sie haben den Blindgänger entschärft, damit Geesthachterinnen und Geesthachter sicher in der Elbestadt leben können – dafür haben sie letztendlich ihr Leben riskiert. Wir können diesem Team nicht genug danken! Zugleich haben Geesthachterinnen und Geesthachter das Notwendige getan, um die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes bestmöglich zu unterstützen. Anwohnerinnen und Anwohner, die im Evakuierungsgebiet leben, waren kooperativ und haben ihre Wohnungen im notwendigen Zeitfenster verlassen. Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer reagierten verständnisvoll auf notwendige Straßensperrungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben Hunderte Handzettel verteilt, ein Ausweichquartier für Evakuierte eingerichtet und den Transport der Betroffenen dorthin organisiert, Bürgerinnen und Bürger wurden am Servicetelefon und über die Internetseite der Stadt über den aktuellen Stand der Entschärfung informiert, Fragen wurden beantwortet, Ängste genommen. Gemeinsam mit den Teams von Feuerwehr, Polizei, DRK, Wasserschutzpolizei und Kreisverwaltung leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung großartige Organisationsarbeit im Hintergrund. Alle arbeiteten gemeinsam dafür, dass ein gemeinsames Ziel erreicht werden kann. Dafür meinen ausdrücklichen und herzlichen Dank – verbunden mit der Bitte: Lassen Sie uns genauso entschlossen auch in der Pandemie vorgehen. Auch wenn es hart ist, tun wir das Notwendige, akzeptieren wir Einschränkungen und setzen wir uns ein – zum Schutz anderer und letztendlich dadurch dann auch von jedem einzelnen.

Ihr Bürgermeister

Olaf Schulze

(erschienen am 16.12.2020 im Geesthachter Anzeiger)

Zum Seitenanfang (nach oben)