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23.12.2020

Wege des kontaktlosen Kontakts

Liebe Geesthachterinnen und Geesthachter,

Donnerstag ist Heiligabend - ein Tag, mit dem für viele von uns eine sehr besondere Zeit beginnt. Heiligabend, der erste und der zweite Weihnachtstag sind für viele Familien Feiertage, an denen sie zusammenkommen. Dieses Jahr wird das oftmals nicht so möglich sein, wie zu den vergangenen Weihnachtsfesten - ebenso wie vieles in diesem Jahr nicht so möglich war, wie in den vergangenen Jahren. Die Corona-Pandemie lässt zu viel Nähe nicht zu.

Also haben wir in diesem Jahr nicht gemeinsam bei „Musik am Hafen“ an den Elbterrassen gesessen, wir haben nicht bei der Kulturnacht in Geschäften Lesungen gelauscht oder Schauspiel zugesehen und wir haben auf Zusammentreffen, die nicht unbedingt notwendig waren, privat wie beruflich, verzichtet. Wer genau hinsieht, wird dennoch erkennen, dass Geesthacht in dieser Zeit zwar um viele Veranstaltungen ärmer, aber nicht weniger liebenswert gewesen ist. Denn Sie, liebe Geesthachterinnen und Geesthachter, haben die Einschränkungen als Herausforderung angenommen - und mit Kreativität, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein viele Lichtblicke geschaffen.

Der Lebkuchenhaus-Wettbewerb, den sich Stadtverwaltung und Tourist-Information zusammen ausgedacht haben, zum Beispiel: Geplant war es, die eingereichten Lebkuchenhäuser in einer Ausstellung zu präsentieren und zur Abstimmung zu stellen. Corona machte die Präsentation im Krügerschen Haus unmöglich. Also verlagerten die Verantwortlichen Ausstellung und Voting ins Internet - die Sieger wurden gerade ermittelt.

Das Team des Jugendzentrums konnte in diesem Pandemie-Jahr kaum Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche organisieren. Darum wurden neue Wege bestritten – Wege des kontaktlosen Kontaktes. Aktuell packen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit Weihnachtspäckchen, die sie jungen Geesthachterinnen und Geesthachtern an die Tür bringen werden. Was ich mit diesen Beispielen deutlich machen möchte: Die Pandemie verlangt uns viel ab, es ist ein Weihnachtsfest, bei dem wir auf Treffen verzichten sollten, um einander vor Ansteckungen zu schützen. Doch das muss nicht den Verlust von Nähe bedeuten. 

Machen wir das Beste aus der Situation und blicken wir gemeinsam nach vorn. Es werden in vielen Häusern besonders ruhige Tage, in denen wir aber gedanklich ganz eng zusammenrücken.

Frohe Weihnachten!

Ihr Bürgermeister Olaf Schulze


(erschienen am 23.12.2020 im Geesthachter Anzeiger)

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