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Ortsumgehung

Der aktuelle Planungsstand zur Ortsumgehung Geesthacht wurde am 13. Dezember 2012 durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein vorgestellt.

Ca. 150 Interessierte aus Geesthacht und Umgebung nutzten die Gelegenheit, sich über die Pläne zu informieren.

Erläuterungen zu den Verkehrszahlen durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr:

(Die nachfolgenden Ausführungen stellen keine wissenschaftliche Abhandlung des Themas dar, sondern dienen einer möglichst allgemeinverständlichen Erläuterung des komplexen Sachverhaltes in verkürzter Form)

Im Falle der Planung der Ortsumgehung Geesthacht wird bezüglich der Fragestellung, wie sich die einzelnen Verkehre neu verteilen, die bestehende Ortsdurchfahrt mit der neuen Ortsumgehung verglichen. Die Ortsumgehung ist im Vergleich zur Ortsdurchfahrt mit hö-heren Geschwindigkeiten zu befahren und zudem höhen- und anbaufrei. In der Ortsdurchfahrt werden dagegen viele Grundstücke und untergeordnete Straßenzüge angeschlossen, so dass der Verkehr dadurch behindert wird.

Für die Erstellung der Verkehrsprognose erfolgt nun eine schrittweise Umlagerung der Verkehre. Dabei wird zu Beginn unterstellt, dass auf der Ortsumgehung noch kein Verkehr ist. In einem ersten Schritt werden ein großer Teil der ansonsten durch den Ort fahrenden Verkehre auf die Ortsumgehung wechseln, da diese – wie oben dargestellt – für den weiterführenden Verkehr deutlich attraktiver ist. Im zweiten Umlagerungsschritt wird dann die schon etwas entlastete Ortsdurchfahrt mit der bereits etwas belasteten Ortsumgehung verglichen. Hierbei wird sich wiederum ein weiterer Anteil der Verkehre verlagern, da die Ortsumgehung für einige Nutzer zeitlich trotz der bereits darauf befindlichen Verkehre weiterhin attraktiver ist. Der Anteil derer, die auf die Ortsumgehung wechselt, ist allerdings geringer als im ersten Schritt.

Dieses Verfahren wird so lange durchgeführt, bis sich keine Verlagerungseffekte mehr einstellen. Damit liegen dann die Verkehre auf der Ortsumgehung fest und im Umkehrschluss auch die Entlastung für die Ortsdurchfahrt. Knotenpunkt A 25/B 5 mit der B 404 Ost (Anschlussstelle Geesthacht Nord):
Im Bezugsfall 2025 (ohne Ortsumgehung Geesthacht) fahren die Nutzer, die von der B 404 aus Richtung Norden kommen und in Richtung A 25 Hamburg oder B 404 Lüneburg bzw. B 5 Lauenburg wollen, in die Ortslage von Geesthacht hinein und biegen dort in die bestehende B 404/ B 5 ab.

Diese Abbiegeverkehre werden zukünftig bereits am Knotenpunkt mit der Ortsumgehung abgewickelt. Der Ort, an dem die Abbiegevorgänge stattfinden, wird somit vorerst nur örtlich nach Norden verlagert. Wenn man eine ausschließlich lokale Betrachtung durchführen würde, würde es zu keiner Steigerung der Verkehre auf der B 404 im Norden kommen. Die Querschnittsbelastung des Bezugsfalls und des Planfalls (mit Ortsumgehung) wären dann gleich. Da die Ortsumgehung im Abschnitt zwischen der bestehenden A 25 und der Anschlussstelle mit der B 404 Nord allerdings deutlich attraktiver ist, als die bisherige umwegige Führung durch die Ortslage Geesthacht, kommt es in der weitläufigeren Betrachtung zu einer Verkehrssteigerung auch in den Abbiegeverkehren.

In der Vorstellung wurde nachfolgende Fragestellung aufgeworfen:

Auf der A 25 ist eine Belastung von 21.000 Fahrzeugen ausgewiesen, auf der anschließenden B 5 sind es noch 14.000 Fahrzeuge. D. h., dass an der Anschlussstelle mit der B 404 Ost insgesamt ca. 7.000 Fahrzeuge ab- oder auffahren. Die Differenz zwischen der alten Belastung auf der B 404 in Richtung Norden oder Süden und der neuen Belastung beträgt aber weniger als 7.000 Fahrzeuge. Warum?

Ergänzend zu den obigen Ausführungen ist bei dieser Betrachtung zu beachten, dass in der bestehenden Querschnittsbelastung der B 404 bereits ein Teil der Abbiegeverkehre enthalten ist.

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