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Pressemitteilungen der Stadt Geesthacht



28.11.2023

Aktion des Geesthachter Frauenbeirats: Gewalt kommt nicht in die Tüte

Tränen, tiefgehende Gespräche, Staunen, Entsetzen und Dankbarkeit – die Bandbreite der Reaktionen war am vergangenen Wochenende groß, als Vertreterinnen des Geesthachter Frauenbeirats auf dem Geesthachter Wochenmarkt für ein unbequemes Thema sensibilisierten: psychische und körperliche Gewalt gegen Frauen. Anlässlich des „Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ (25. November) starteten sie die bekannte Brötchentüten-Aktion, die in Kooperation mit Geesthachts Gleichstellungsbeauftragter Anja Nowatzky geplant war. Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilten sie Brötchentüten, auf denen Kontakte vermerkt sind, über die Frauen mit Gewalterfahrungen Hilfe erhalten. Und diese Informationen scheinen dringend nötig, denn: In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen, das sind mehr als 12 Millionen Frauen. Alle 45 Minuten wird eine Frau in Deutschland durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin – in Deutschland sind die Anzahl der Femizide 2023 im Vergleich zu den Vorjahren bereits um 8,2 Prozent gestiegen.

Insgesamt 300 von der Geesthachter „Bäckerei Sievert“ gespendete Brötchen verteilten die Vertreterinnen des Frauenbeirats auf dem und rund um den Wochenmarkt. Aufgenommen wurde die Aktion positiv.  So habe eine Frau beispielsweise spontan Hilfe für die nächste Brötchentütenaktion angeboten, eine andere kündigte Spenden an.  „Eine Frau erzählte uns ihre Lebensgeschichte und dass sie sich an den Weißen Ring wenden musste, da ihr Mann sie zuerst in Worten erniedrigt und zum Schluss geschlagen hat. Sie war sehr dankbar für unsere Aktion, da sie damals erst nicht wusste an wen sie sich wenden konnte“, berichten die Vertreterinnen des Frauenbeirats. „Eine weitere Frau berichtete uns mit Tränen in den Augen, das ihr vor zwei Jahren diese Aktion so geholfen hat und wollte uns sogar Geld spenden.“

Quelle: Stadt Geesthacht
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