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03.03.2021

Ausstellung in der Stadt: Wer widmet sein Fenster einer beeindruckenden Frau?

Sie engagieren sich für den Klimaschutz, die Rechte von Frauen und den Fairtrade-Gedanken, sie haben Großartiges in Wissenschaft, Psychologie und für das gesellschaftliche Miteinander geleistet – am Weltfrauentag macht die Stadt Geesthacht Frauen sichtbar, denen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene besondere Verdienste zugeschrieben werden.

Portraits von acht Frauen werden vom Weltfrauentag (8. März) eine Woche lang in den Fenstern von Privatleuten, Institutionen, städtischen Einrichtungen und Geschäften der Stadt zu sehen sein. Wer die Aktion, die bis zum 14. März andauert, unterstützen und seinen Fensterladen für ein Poster zur Verfügung stellen möchte, möge sich kurzfristig bei Geesthachts Gleichstellungsbeauftragter Anja Nowatzky unter anja.nowatzky@geesthacht.de oder Geesthachts Stadt- und Kulturmanagerin Dr. Julia Dombrowski unter museum@geesthacht.de melden. Ausgegeben werden Plakate im DinA3– und DinA4-Format an der Tourist-Information (Bergedorfer Straße 28). Gegebenenfalls können die Plakate auch vorbeigebracht werden.

„Wir wollen anlässlich des Weltfrauentages das Engagement von Frauen sichtbar machen. Dabei ist es uns wichtig, dass Frauen aus ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern dabei sind. Wir werden zum Beispiel Politikerinnen zeigen, aber auch Wissenschaftlerinnen und Frauen, die sich in Geesthacht eingesetzt haben oder sich noch einsetzen“, betont Julia Dombrowski, die die Fensterausstellung zusammen mit Anja Nowatzky, dem Geesthachter Frauenbeirat sowie Kerstin Reinhardt, die im Geesthachter Rathaus für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, organisiert. „Nicht jede Frau, die zu sehen sein wird, ist berühmt. Sondern es geht uns genau darum, dass es Engagement auf unterschiedlichen Ebenen braucht. Nur so lässt sich die Welt auch im Kleinen fair ändern“, sagt Julia Dombrowski.

Eine dieser acht Frauen, die während der Aktionswoche gemäß Ausstellungstitel auf Plakaten „Gesicht zeigen“ soll, ist Cornelia Roth. Sie ist gelernte Sozialpädagogin und studierte Psychologin. Bis zu ihrem Ruhestand 2020 arbeitete sie als Psychologin in Geesthacht. Schwerpunkte ihrer psychologischen Tätigkeit waren Demenzdiagnostik und Krisenintervention. Seit 2009 ist sie ehrenamtlich im Leitungsteam des Geesthachter Vereins Vergissmeinnicht e. V. tätig. Der Verein unterstützt die Resilienz von Kindern, deren Eltern es beispielsweise in Folge von seelischer Erkrankung, Langzeitarbeitslosigkeit oder Fluchterfahrung schwer haben.

Ebenfalls eines eigenen Posters würdig ist den Organisatorinnen Bertha von Suttner. Die österreichische Pazifistin, nach der auch eine Geesthachter Schule benannt ist, wurde 1843 in Prag geboren und starb 1914 in Wien. Sie ist Friedensforscherin, Journalistin und Schriftstellerin und wurde 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Ein letztes Beispiel: Auch über die gebürtige Belgierin Hélène Dutrieux wurde für die Fensterausstellung ein Plakat vorbereitet. Ihre sportliche Karriere begann als Rennradfahrerin - im 19. Jahrhundert ein ungewöhnlicher Karriereweg für eine Frau. Sie gewann Bahn- und Straßenrennen, stellte Rekorde auf und wurde durch Plakate berühmt.

Zu jeder der ausgewählten Frauen wurde ein Plakat entworfen. Auf diesem ist nicht nur ein Foto von ihr zu sehen, sondern es finden sich darauf auch knappe Informationen zu ihrem Wirken, zur Person oder zum Kreis, der sie für die Aktion vorgeschlagen hat, sowie Hinweise zu weiterführenden Informationen. Diese sind auch über die Internetseite der Stadt Geesthacht www.geesthacht.de unter dem Punkt „Rathaus“ und dort unter „Gleichstellung“ abrufbar.

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