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09.12.2020

Bombenentschärfung: Gebiet ist wieder freigegeben

Eine amerikanische Fliegerbombe wurde am Mittwoch, 9. Dezember, an der Geesthachter Steinstraße erfolgreich entschärft. Der Blindgänger war am Donnerstag, 3. Dezember, bei Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofes gefunden worden. Die Entschärfung begann um 10.35 Uhr - bereits 25 Minuten eher als geplant. Die große Kooperationsbereitschaft der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Gewerbetreibenden des Gebietes, das für die Entschärfung evakuiert werden musste, sowie die gute Vorbereitung der Evakuierung von Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr ließ den zeitigen Beginn zu. Ein Knallsignal samt rotem Licht signalisierte den Start der Arbeiten. Um kurz vor 14 Uhr konnte das Evakuierungsgebiet wieder freigegeben werden.

„Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit – damit meine ich nicht nur meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Polizei, Feuerwehr, DRK und Kreis, sondern auch alle Geesthachterinnen und Geesthachter, die die erforderlichen Maßnahmen mitgetragen haben“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze. Er hatte sich am Mittwoch zeitweise in der Einsatzzentrale in der Geesthachter Feuerwache eingefunden und am Vormittag auch Evakuierte im von der Stadt gestellten Ausweichquartier besucht. „Es ist wirklich gut gelaufen“, resümiert der Bürgermeister, der nach der Entschärfung auch den Sprengstoffexperten, die die Bombenentschärfung übernommen hatten, vor Ort dankte.

Heiko Holler, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit, der der Einsatzleitung angehörte, zog bereits mittags ein positives Zwischenfazit: „Die Evakuierung lief gut. Auch die Straßensperrungen haben gut funktioniert.“

Abgesperrt wurden Straßen, Rad- und Gehwege in einem Radius von 500 Metern rund um die Fundstelle. Dieser Bereich galt auch als Evakuierungsgebiet. An insgesamt vier Punkten wurde der Straßenverkehr aus Fundortnähe weggeleitet, zehn Sperrungen wurden zudem für Fußgänger eingerichtet. „Die Planung und Lenkung der Verkehrsströme hat Andrej Wink übernommen, der seit Anfang Dezember den Posten der Verkehrsaufsicht bei der Stadtverwaltung innehat- diese besondere Feuertaufe hat er sehr gut gemeistert“, sagt Heiko Holler.

Der gleiche Radius, der für die Straßensperrungen galt, markierte auch das Evakuierungsgebiet. Etwa 450 Personen, die in den betroffenen Wohnhäusern leben, mussten bis spätestens 10 Uhr ihre Wohnungen sowie Mitarbeitende von betroffenen Unternehmen ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Personen, die evakuiert werden mussten, wurden am Dienstag, 8. Dezember, per Handzettel vom Fachdienst Öffentliche Sicherheit der Geesthachter Stadtverwaltung informiert. „Eine Bombe ist für uns neu. Wir haben aber Erfahrungen mit besonderen Lagen – mit Hochwasserereignissen. Einen Bombenfund hatten wir hier mindestens die letzten 30 Jahre nicht, das ist zumindest der Zeitraum, den Mitglieder der Einsatzleitung aus eigenen Erfahrungen überblicken können“, ordnet Heiko Holler ein. Sein Fachdienst habe sich darum unter anderem mit Kolleginnen und Kollegen aus Kiel und Glinde ausgetauscht, die vor nicht allzu langer Zeit Evakuierungen aufgrund von Bombenfunden organisieren mussten.

Für Geesthachterinnen und Geesthachter, die ihre Wohnungen während der Entschärfung verlassen mussten, hatte die Stadtverwaltung unter Federführung des Fachdienstes Soziales gemeinsam mit der DRK-Betreuungsgruppe Börnsen die Turnhalle der Alfred-Nobel-Schule (ANS) an der Grenzstraße als Ausweichquartier bereitgestellt. Dieses nutzten 18 Personen. Wer sich nicht eigenständig dorthin begeben konnte, wurde per Bus, den die Verwaltung organisiert hatte, zur Turnhalle gefahren.  „Die Bombenentschärfung und alles, was organisatorisch damit zusammenhängt, ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung – gerade zu Coronazeiten“, sagte Heiko Holler. So musste bei den Vorbereitungen der Turnhalle unter anderem auch ein Hygienekonzept eingehalten werden. Bürgerinnen und Bürger konnten im Vorfeld der Entschärfung und während dieser am Bürgertelefon der Verwaltung Fragen stellen.

Das genaue Vorgehen am heutigen Mittwoch wurde am Montag (7. Dezember) unter Stadtverwaltung, Feuerwehr Geesthacht, DRK-Rettungsdienst, Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg, Wasserschutzpolizei, Polizeirevier Geesthacht, Polizeidienststelle Ratzeburg, Kampfmittelräumdienst und dem Kreis Herzogtum Lauenburg abgestimmt.  

Quelle: Stadt Geesthacht
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