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09.03.2021

Bertha-von-Suttner-Schule: Schlüssel für den ersten Teil des Neubau sind übergeben

In vielen Fenster der Innenstadt ist sie aktuell zu sehen – Bertha von Suttner. Am Montag, 8.März, - dem internationalen Frauentag - wurde ein Teil des Neubaus an der nach ihr benannten Geesthachter Gemeinschaftsschule von der Stadtverwaltung an die Schulleitung übergeben. Bertha von Suttner (1843 – 1914) erhielt 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis. Derzeit macht eine Ausstellung in Fensterläden von Geesthachter Gebäuden auf ihr Wirken und das anderer Frauen aufmerksam.

„Wie wichtig Bildung des Verantwortlichen in Geesthacht ist, sieht man auch an dieser Schule. Wir wollten diesen Standort stärken und das ist uns mit diesem Neubau gelungen“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze, der Schulleiter Kai Nerger nicht nur einen überdimensionierten Schlüssel für den nun fertiggestellten Verwaltungsteil des Neubaus übergab. Dazu gab es auch einen Transponder. „Im Fundus im Keller des Rathauses haben wir diesen antiken Schlüssel gefunden. Diesen möchte ich Ihnen aber nur symbolisch überreichen, denn einen  Schlüssel werden Sie hier vermutlich nur für Schränke benötigen. Alle Türen sind mit elektronischen Transpondern ausgestattet“, erklärt Schulze.  

Einziehen werden in den Bauteil 1 des Neubaus keine Schulklassen. Im Erdgeschoss des „Verwaltungsbereichs“, wie der Gebäudeteil heißt, sind Räume für Schulleitung und Sekretariat sowie für interne Besprechungen und externe Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler (beispielsweise durch die Arbeitsagentur) vorgesehen. Im ersten Obergeschoss findet sich das Lehrerzimmer. „Dieses ist als offener Bereich gestaltet, der neben Arbeitsplätzen auch Ruhezonen beinhaltet“, erklärt Olaf Schulze.

Beim Erweiterungsbau der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) wurde ein hohes Augenmerk auf die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen gelegt. Holz als natürlich nachwachsender Baustoff wurde bevorzugt verwendet. Ein Großteil der Außenwände ist beispielsweise mit Holztafelbauelementen vor die Rohbaukonstruktion montiert. Die Wärmedämmung der Fassade, der Schallschutz der Decken- und Innenwände, die Trittschalldämmung in allen Klassenräumen sowie im Verwaltungsbereich wurden allesamt mit Holzdämmstoffen ausgeführt. Die Bodenbeläge bestehen bis auf die Flure und WC-Anlagen aus Vollholz- Parkett. Alle Räume, bis auf die der Bibliothek, verfügen über Holzfenster aus Weißtanne.

Für die Wandanstriche im Innenbereich wurden ausschließlich schadstofffreie Kalziumsilikat Farben verwendet. Sie sollen zusammen mit den verarbeiteten Holzwerkstoffen zu einem gesunden Raumklima beitragen. In den heißen Sommermonaten ermöglicht das Lüftungskonzept eine energieeffiziente Nachtauskühlung über Fenster- Lüftungsflügel. Der Neubau wird über eine auf dem Dach installierte Photovoltaik Anlage Strom erzeugen. 87 nach Süden ausgerichtete Solar-Module werden eine Gesamtleistung von 28,275 KWp erzeugen. Ein kleines Gründach auf dem Verwaltungsbereich wird zukünftig Insekten beherbergen.

Der Verwaltungsteil ist der erste von zwei Neubaubereichen, die fertiggestellt und dann der Schule zur Nutzung übergeben werden. Entstehen wird auf dem Gelände am Dösselbuschberg ein modernes Schulgebäude mit etwa 3000 Quadratmetern Grundfläche, das durch die ARGE Trapez Architektur, Heinze-Stockfisch-Grabis + Partner GmbH (TGA-Planer) sowie Schreyer Ingenieure geplant wurde.

Nachdem die Neubauüberlegungen 2015 noch mit der Planung einer Spange begonnen hatten, die die damals zusammengelegte Gemeinschafts- und Grundschule auch architektonisch verbinden sollte, drehten Politik und Verwaltung 2016 die Ideen auf links. Sie entschieden, um beide Schulen zu stärken, dass Grund- und Gemeinschaftsschule wieder getrennt werden sollten. Statt einer Spange wurde also ein Erweiterungsbau für die Gemeinschaftsschule gebraucht. „Ab dem Schuljahr 2016/2017 sollten die Schulen wieder eigenständig sein, außerdem stellten wir den Antrag für eine Oberstufe“, erinnert Bürgermeister Olaf Schulze. „Gemeinsam mit der Schule haben wir dann überlegt, welcher Platz gebraucht wird, welche Lernmöglichkeiten benötigt werden und wie alles umgesetzt werden könnte.“

Begonnen haben die Arbeiten am Erweiterungsbau im Mai 2019. Insgesamt 40 Ausschreibungen waren nötig, davon gingen zwei an Geesthachter Firmen. „Die meisten Ausschreibungen sind europaweit erfolgt. Mehrere Ausschreibungen mussten aufgehoben werden. Hintergrund waren fehlende oder überteuerte Angebote“, nennt Olaf Schulze einen Grund dafür, dass der vorgesehene Bauzeitrahmen nicht ganz gehalten werden konnte. Gerechnet hatte die Stadt mit einer Fertigstellung des ersten Bauteils im Sommer 2020. „Das war ein sehr ehrgeiziges Ziel, das wir nicht ganz einhalten konnten. Denn im März 2020 kam Corona – damit konnte keiner rechnen“, erklärt Schulze. Entstanden sei der zeitliche Verzug unter anderem durch Lieferschwierigkeiten, aber auch eine abweichende Lage der Fernwärmeleitung sowie die Witterung. Der geplante Kostenrahmen von rund 12 Millionen Euro, 857.330 Euro davon fließen als Fördergelder vom Land Schleswig-Holstein, wird derzeit eingehalten. „Es gibt kein anderes Gebäude in der Stadt, abgesehen von der Alfred-Nobel-Schule, wo die Stadt so viel invertiert hat - auch das zeigt den Stellenwert der Schule. Und: Wir sind hier noch nicht am Ende. Wir werden an der BvS weiter investieren“, Olaf Schulze, der den Mitarbeitenden der Fachdienste Bildung und Immobilien sowie Politik, Schule, Architekturbüros und Handwerkern für die gelungene Umsetzung des Baus dankt.

Quelle: Stadt Geesthacht
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