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09.02.2021

Baumfällungen: Kastanie an Berliner Straße und Ahorn in Fußgängerzone werden gefällt

Zwei Baumfällungen stehen am Mittwoch, 10. Februar, in höher frequentierten Bereichen der Geesthachter Innenstadt an: An der Berliner Straße wird eine Kastanie und an der Bergedorfer Straße ein Ahorn im Auftrag der Stadtverwaltung durch eine zertifizierte Baumpflegefirma gefällt. Beide Bäume weisen Schäden auf, die ihre Standsicherheit gefährden.

Der Ahorn steht seit 1986 in der Fußgängerzone und hat inzwischen einen Stimmumfang von 76 Zentimeter. Trockenheit und Schädlinge haben ihm zugesetzt, so dass er nun gefällt werden muss. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 10. Februar um 8 Uhr und werden eine knappe Stunde andauern. Als Ersatz wird an seiner Stelle eine Blumenesche Fraxinus ornus gepflanzt – so sieht es ein mit der Politik abgestimmter Pflanzplan vor.

Die Kastanie, die an der Berliner Straße entfernt wird, ist Teil der dortigen Kastanienallee und steht auf Höhe des Sportplatzes. Es handelt sich um eine Gemeine Rosskastanie, die weiß blüht (Aesculus hippocastanum). Einige Angaben zu dem Baum: Laut dem Fachdienst Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung wird das Pflanzjahr auf 1936 geschätzt, der Stammumfang beträgt 190 Zentimeter, der Kronendurchmesser 9 Meter. „Seit langem haben Rosskastanien mit der Miniermotte zu tun. So auch unsere Reihe hier“, heißt es erklärend aus dem Fachdienst Umwelt. „Durch das Anbringen von Meisenkästen unter Mithilfe des Naturschutzbundes Geesthacht, dessen Mitglieder nicht nur Kästen angebracht, sondern auch eben solche gespendet haben, wurde der Schaden durch die Miniermotte eher geringgehalten.“ Dennoch habe es bereits Jahre gegeben, in denen diese und nahestehende Kastanien bereits im Spätsommer braun wurden und ihre Blätter fallen ließen.

Und nicht nur die Miniermotte macht der Rosskastanie zu schaffen: Die neue Krankheit, die insbesondere Rosskastanien trifft, heißt Pseudomonas. „Es gibt keine Gegenmittel. Die Kastanien werden derartig geschwächt, dass Pilze eindringen und ganze Kronenbereiche absterben. Und zwar innerhalb kürzester Zeit“, heißt es aus dem Fachdienst Umwelt. An der nun zu fällenden Kastanie wurden bereits vor drei Jahren erste Symptome festgestellt. Starke Kürzungen in der Krone konnten die Verkehrssicherheit vergangenes Jahr noch gewährleisten. Laut Gutachten sind solche Maßnahmen nun aber nicht mehr ausreichend – zumal der dortige Verkehrsraum sehr sensibel ist: Die Kastanie steht an der hoch frequentierten Bundesstraße und viele Kinder und Jugendliche passieren sie auf dem Weg zur Schule.  

Über eine Nachpflanzung wird sich die Stadtverwaltung mit Experten austauschen, die sich mit dem Absterben der Kastanien beschäftigen. „Gerne würden wir die Reihe erhalten. Aber bereits jetzt sind dort drei weitere Kastanien leicht erkrankt

Grundsätzlich werden Bäume nach Vitalitätsstufen beurteilt. Von ihnen gibt es fünf:

Vitalitätsstufe 0: uneingeschränkt (kaum ein Baum fällt darunter, höchstens neu gepflanzte und gerade aus der Baumschule)

Vitalitätsstufe 1: leicht eingeschränkt (wenige Bäume im Straßenbaumbestand)

Vitalitätsstufe 2: eingeschränkt (der größte Teil aller Straßenbäume)

Vitalitätsstufe 3: stark eingeschränkt/absterbend (Bäume, die gefällt werden müssen)

Vitalitätstsufe 4: abgestorben (nur im Wald oder in Bereichen, die nicht begangen werden. Dort dürfen sie als Habitats-Bäume oder Specht-Bäume stehen bleiben)

Quelle: Stadt Geesthacht
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